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Peter Weibel weitere Publikationen

Peter Weibel. MEDIA POET
Gerhard Johann Lischka und Peter Weibel (Hrsg.)
DVD + Booklet
ISBN: 978-3-7165-1680-5

Media Poet Peter Weibel

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



 

 

 

 

Die DVD Peter Weibel – Media Poet zeigt anhand zwanzig ausgewählter Beispiele das Wirken eines exemplarischen Aussenseiters, der zum berühmten Medienkünstler und -theoretiker wurde, den Wandel eines grenzgängerischen Gangsterkünstlers der 1960er-Jahre zu einem der innovativsten Museumsdirektoren des 21. Jahrhunderts. Peter Weibel spannt sein enzyklopädisches Werk zwischen Extremen auf. Alles ist Medium: von der Buchseite zum Bildschirm, von der Aktion zur Abstraktion, vom Körper zum Konzept. Ob Sprachkritik als Gesellschaftskritik, ob Kontextkunst als Institutionskritik, ob Interaktivität und Partizipation des Publikums, ob sensorische Substitution und Separation, ob Realität statt Repräsentation ? seit den frühen 1960er-Jahren verfolgt er seine künstlerischen, wissenschaftlichen und politischen Problemstellungen in unterschiedlichsten Materialien, Medien, Methoden und Techniken: in Texten, in Fotos, in Performances, Skulpturen, computerbasierten Installationen, Filmen, Videos und auch in der Musik.

 

 


 

der künstler als junger hund. peter weibel tribute album
Herbert Kapfer, Margit Rosen (Hrsg.)
3 CDs + booklet
Bayerischer Rundfunk/ intermedium records, 2009
ISBN 978-3-939444-72-5

cover


Mit Beiträgen von:
Sven Ake Johansson, Hans Belting, Ecke Bonk, Bazon Brock, Elisabeth Bronfen, Ludger Brümmer, Günter Brus, Hubert Burda, Marie Colbin, Sharokh Dini, Amon Düül, Otto E. Rössler, Gregor Eichinger, FM Einheit / David Link, Olafur Eliasson, Harald Falckenberg, Harun Farocki, F.S.K., Hans G. Helms, Boris Groys, Guru Guru, Carl Hegemann, Ranjit Hoskoté, Elfriede Jelinek, Gerhard Johann Lischka, Franz Kaltenbeck, Friedrich Kittler, Jürgen Klauke, Alexander Kluge, Alexander Kluge, Alexander Kluge, Bernhard Lang, Bruno Latour, Jean-Jacques Lebel, lucy’s’phere, Siegfried Mauser, Friederike Mayröcker, Eva Meyer, Anthony Moore / Siegfried Zielinski, Hotel Morphila Orchester, Olga Neuwirth, Helga Nowotny, Chicks on Speed, Florian Rötzer, Constanze Ruhm, Gerhard Rühm, Eran Schaerf, Hans Scheugl, Saam Schlamminger, Peter Sloterdijk, Steina, Tanzbaby, Woody Vasulka, Erwin Wurm.

"Eine Performance, die Kunstgeschichte machte: Im Februar 1968 wird ein Mann von einer jungen Frau wie ein Hund durch die Wiener Innenstadt geführt. Der Mann, der im eleganten dunklen Anzug und Hundehalsband auf allen Vieren über die Kärntnerstrasse läuft, ist Peter Weibel. Die Frau, die ihn sanft an der Hundeleine hinter sich herzieht, ist Valie Export. Die Wiener Passanten blicken entgeistert auf die /communication action/ des Künstlerpaares: Ein Mann als Hund am Gängelband der Frau. Doch Weibel und Exports Provokation überschreitet Geschlechterfragen. Der aufrechte Gang sei in der aktuellen Gesellschaftsordnung ein uneingelöstes Versprechen, notiert dazu Weibel.
Der Titel des Tributprojekts bezieht sich nicht nur auf diese berühmte Aktion, deren Dokumentations-Fotos in Museen, Büchern und Vorträgen weltweit immer wieder gezeigt und diskutiert werden. 1963 schreibt Weibel, anspielend auf James Joyce und Dylan Thomas, ein Gedicht mit dem Titel "portrait of the artist as a young dog". Ein /foto-poem/, in dem er sich vier Jahre später in Szene setzt, betitelt er als "selbstportrait des künstlers als junger hund".
Peter Weibel macht in der Kunstszene bereits als sehr junger Mann von sich reden. 1966 hat er als 22-Jähriger bei dem von Gustav Metzger organisierten Künstlertreffen /Destruction in Art Symposium/ in London einen ersten internationalen Auftritt – gemeinsam mit Günter Brus, Otto Mühl, Kurt Kren und Hermann Nitsch, einer Wiener Avantgarde-Gruppe, der Weibel wenige Jahre später ihren Namen geben sollte: /Wiener Aktionismus/. Heute ist Weibel Vorstand des Zentrums für Kunst und Medien in Karlsruhe. Er ist ein weltweit anerkannter Medienkünstler und -theoretiker, der unermüdlich, mit Emphase und Enthusiasmus, aktuellen Kunsttendenzen Foren der Präsentation verschafft und sich gerne mit provokanten Thesen in gesellschaftliche, ästhetische und technologische Diskurse einmischt.

Die Beiträge des /Tribute Albums/ spiegeln die Vielfalt von Peter Weibels Themen, Interessensgebieten und Tätigkeitsfeldern wider, ohne sie komplett erfassen zu können. Die Namensliste der Beteiligten wiederum ist eine notwendigerweise temporäre Kartographie jener immer in Bewegung bleibenden Konstellation all der Künstler und Wissenschaftler, denen Weibel sich und die sich ihm verbunden fühlen.
Eine Gliederung in drei Teile bot sich bei diesem Projekt an: die CD "Weibel" bringt theoretische und konzeptuelle Texte sowie Gedichte von Peter Weibel in Interpretationen ihm nahestehender Künstler, Autoren und Wissenschaftler zu Gehör. Die CD "Tribute" präsentiert in unterschiedlichen Audio-Formen Referenzen von Theoretiker, Komponisten und Künstlern zum Werk und Wirken Weibels. Die CD "Album" versammelt Avantgarde-Pop, Cover-Versionen, Remixes von Weibel- bzw. Hotel Morphila Orchester-Songs und andere musikalische und soundkünstlerische Stücke, die sich auf Werke oder Texte von Weibel beziehen."

 

 


 


Peter Weibel. Depiction is a Crime. Video Works 1969 - 1975

Index 24
sixpackfilm und Medienwerkstatt Wien, Wien, 2006
DVD + Booklet

Peter Weibel Index

"Peter Weibels (frühe Arbeiten) (...) gehören in die heroischen Jahre einer Aufbruchszeit, in welcher in der Kunst noch alles möglich schien. Allerdings trat der Künstler nicht allein als Kritiker eines öffentlichen Mediums an, sondern nahm die Gelegenheit wahr, um seine eigenen Themen vorzubringen..."
(Hans Belting)


Publikum als Exponat, 1969, 1:20 Min, Mehr Wärme unter die Menschen, 1972, 2:30 Min, Abbildung ist ein Verbrechen, 1970, 1:30 Min, Intervalle, 1971, 1 Min, TV-News (TV-Tod II), 1970, 5:50 Min, Synthesis. Ein/Aus, 1972, 1:50 Min, TV-Aquarium (TV-Tod I), 1970, 1:30 Min, The Endless Sandwich, 1969, 2 Min, Jede Aktion löst eine andere aus, 1967, 20 Sek, Imaginäre Wasserplastik, 1971, 50 Sek, Switchersex 1972, 5:35 Min, Tritität, 1975, 8:35 Min, Selbstbegrenzung - Selbstbezeichnung – Selbstbeschreibung, 1974, 12:40 Min, Parenthetische Identität, 1974, 3:10 Min, Monodrom, 1972, 5:30 Min, Hausmusik, 1972, 17:55 Min, Zeitblut, 1972, 4 Min.